| Das Denkmal für die Eltern: Die Mutter trägt eine zerbrochene Kette - sie hatte Franziskus freigelassen, nachdem der Vater ihn im Keller eingekerkert hatte. Der Vater hält ein Tuch, bezeichnend für seine Tätigkeit als Tuchhändler. Zur Geschichte: Franziskus wurde als Sohn des Tuchhändlers Pietro Bernardone und dessen Frau Pica geboren. Er wurde auf den Namen Giovanni (Johannes) in Abwesenheit des Vaters getauft. Als dieser von einer Geschäftsreise zurückkehrte, änderte er den Namen in Francesco, was "kleiner Franzose" bedeutete und damit zu tun hatte, dass Pietro Bernardone oft auf Geschäftsreisen in Frankreich war. Franziskus führte das sorgenfreie Leben eines reichen Sohnes. Die Eltern verzogen und verwöhnten ihn. Er konnte Geld in Überfluss ausgeben und mit seinen Freunden riesige Feste feiern. Nach der Rückkehr aus dem Krieg mit der Nachbarstadt Perugia und seinem gescheiterten Traum vom Ritterleben begann Franziskus nachdenklich zu werden. Von Jesus fühlte er sich in der Kirche San Damiano angesprochen und aufgefordert, die verfallene Kirche wieder aufzubauen. Franziskus´ Vater hatte aber andere Pläne mit seinem Sohn und sperrte ihn kurzerhand im Keller des Hauses ein, um ihn zur Vernunft zu bringen. Schließlich hatte die Mutter ein Einsehen und ließ den Sohn frei. Die Auseinandersetzungen mit dem Vater endeten schließlich vor dem Bischof. Franziskus zieht seine Kleidung aus und gibt sie und all seinen Besitz seinem Vater zurück.
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