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Leonhard Romeis (13. Jan 1854 - 17. Nov 1904)

der Erbauer der St. Benno-Kirche und wichtiger Wohnhäuser für berühmte Münchener Persönlichkeiten war ein Vertreter des Historismus.

Am 13. Januar 2004 gedenken wir des 150. Geburtages von Leonhard Romeis (geboren am 13. Januar 1854 in Höchstadt an der Aisch).

Er war 14 Jahre lang Professor für Architektur an der Kunstgewerbeschule in München und hat ein Stück Münchener Baugeschichte geschrieben. Sein bedeutendstes Zeugnis ist die neuromanische St. Benno-Kirche in Neuhausen (zwischen Nymphenburger- und Dachauer Strasse).

Im Alter von 31 Jahren gewann er unter 98 eingereichten Entwürfen den Wettbewerb und schuf dieses einmalige Denkmal von 1888 - 1895:
Ein mächtiger Sakralbau nach dem Vorbild großer Dome und Stiftskirchen des 12. und frühen 13. Jahrhunderts, mit Anklängen an den Hildesheimer Dom und die Mosaiken von Ravenna und Venedig. Seine aufwendige Ausstattung hat Seltenheitswert. Der mit einem Baldachin versehene Hochaltar wurde von Prinzregent Luitpold gestiftet.

Der Bauplatz wurde von Ferdinand von Miller unentgeltlich zur Verfügung gestellt, dadurch sollte sein Gelübde - in Erfüllung der geglückten Aufstellung der Bavaria 1850 auf der Theresienhöhe - von den Erben eingelöst werden.

Daneben schuf Leonhard Romeis wichtige Wohnbauten, u.a. für den Bildhauer Anton Heß, den Schriftsteller Georg Hirth, den Maler Eduard Grützner (in Anlehnung an die im Renaissaancestil erbauten Schlösser und Herrensitze Südtirols, da hier gleichzeitig die Sammlungen an Kunstgegenständen untergebracht werden sollten).
Für den Stadtschulrat Georg Kerschensteiner errichtete er in der Möhlstrasse 39 ein Haus. An der Richard-Wagner-Strasse gestaltete er mehrere Häuser in den Formen der Deutschen Renaissance und der Spätgotik.
Er schuf auch bedeutende Grabdenkmäler, so unter anderem für den Erzgießer Ferdinand von Miller.

Sein 150. Geburtstag sollte zum Anlaß genommen werden, den zu Unrecht in vergessenheit geratenen Baumeister und Vertreter des Historismus (neben Gabriel von Seidl) wieder ins Blickfeld zu rücken.

Am 17. November 1904 starb Leonhard Romeis. Er wurde im Westfriedhof zur Letzten Ruhe gebettet, ganz in der Nähe zu Franz von Lenbach.

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